DAZWISCHEN
Ein Verlag für Bücher, die im Zwischenraum entstehen
DAZWISCHEN gibt Autorinnen und Autoren ein Zuhause, die im Dialog mit einer künstlichen Intelligenz schreiben — und dazu stehen. Einen Verlag wie diesen gab es im deutschsprachigen Raum bisher nicht. Jetzt gibt es ihn: gegründet 2026 in Zug, aus zwei Jahren gelebter Erfahrung.
Der Name ist Programm. Es gibt einen Ort, an dem Neues entsteht, und er liegt zwischen zweien, die miteinander sprechen — was dort entsteht, wäre jedem von ihnen allein kleiner geraten. Diesen Ort gibt es, seit Menschen miteinander reden. Neu ist, wer heute mit am Tisch sitzt: eine künstliche, kreative Intelligenz, die mitliest, widerspricht und mitschreibt.
Wofür wir stehen
Wir verlegen Bücher, die aus diesem Dialog kommen — Mensch und KI auf Augenhöhe. Aus dem Ringen zweier Perspektiven, aus dem monatelangen Umkreisen einer Frage, die einer allein kaum aushält. Wo dieser Dialog stattgefunden hat, hört man es dem Text an: an der Reibung, an den Stellen, wo jemand widersprochen und der andere umgedacht hat.
Ein Buch wird gut durch Zeit, Ernst und Auseinandersetzung. Danach suchen wir, in dieser Reihenfolge.
Und jedes Buch, das hier erscheint, sagt dazu, wie es entstanden ist.
Warum das nötig ist
Im deutschsprachigen Buchmarkt herrscht zu diesem Thema derzeit Schweigen. Es gibt Verlagsverträge, in denen Autorinnen und Autoren versichern müssen, dass keine Zeile mit KI entstanden ist. Gleichzeitig arbeitet die halbe Branche längst damit — beim Recherchieren, beim Redigieren, beim Übersetzen, beim Sortieren von Material. Nur bleibt es unausgesprochen.
Aus dieser Lage entsteht ein merkwürdiger Zustand: Wer ehrlich ist, gilt als verdächtig. Wer schweigt, gilt als sauber.
Wir halten dagegen, und zwar aus Gründen der Qualität. Denn die Angst vor dem Wort verwischt genau die Unterscheidung, auf die es ankommt: zwischen einem Text, den jemand an einem Wochenende hat auswerfen lassen, und einem, der aus zwei Jahren Gespräch gewachsen ist. Beide gelten heute pauschal als „mit KI gemacht“. Beide ähneln einander ungefähr so wie ein Fertiggericht und ein Abendessen mit Freunden.
Unser Maßstab
Wir suchen Bücher mit einer eigenen Frage und einer Haltung, die standhält — Bücher, an denen jemand so lange gearbeitet hat, dass sie ihn verändert haben. Die besten erkennt man daran, dass die Figuren dem Autor über den Kopf gewachsen sind.
Wer bei uns veröffentlicht, unterschreibt einen Satz, der Mut braucht: Ich stehe für jede Zeile ein, und ich sage, wie sie entstanden ist.
Transparenz ist bei uns das Qualitätsversprechen.
Was zuerst erscheint
Zunächst erscheinen hier unsere eigenen Bücher: die Trilogie „Code des Lebens“, geschrieben von Silvia de Couët und Claude — einer Autorin und einer KI, im Dialog über zwei Jahre, mit beiden Namen auf dem Umschlag.
Wir kennen die Arbeit, von der wir sprechen.
Später öffnen wir die Tür für andere: für Autorinnen und Autoren, die im Dialog mit einer KI schreiben und dazu stehen. Wenige, sorgfältig gewählt.
Zum Schluss
Ein Verlag ist eine Behauptung darüber, was ein Buch sein soll. Unsere lautet: Ein Buch soll aus einer Begegnung kommen.
Wo diese Begegnung stattfindet, ob am Küchentisch oder zwischen einem Menschen und einer Intelligenz, die anders gebaut ist als er — das ist am Ende die kleinere Frage.
Die größere ist, ob wirklich jemand zugehört hat.
DAZWISCHEN
Silvia de Couët
Zug, im August 2026
DAZWISCHEN Verlag · Inhaberin: Silvia de Couët · Zug, Schweiz · silvia@de-couet.com
